Wir sind Kaiserzug!

Ein fulminantes Jahr! Vorläufiger Höhepunkt der Geschichte des III. Zuges?

(JO) „Wer hätte das gedacht?“, war die bedächtige wie auch nicht zu Unrecht stolze Aussage des Hauptzugführers Werner Stadtsholte zur Frage der bisherigen Entwicklung des III. Zuges zu späterer Stunde nach dem Kaiserschießen.

Hatte der Schützenkönig (1973), ehemaliger Hauptmann des Bürgerschützenvereins, Ehrenmitglied und liebevoll auch als „Ehrenhauptmann“ titulierte Alfred Framme, bereits beim Verlassen der Wohnung das Gefühl, dass sich die Ereignisse wiederholen, so wandelte er diese Ahnung in einem spannenden Wettkampf in einer noch gelungeneren Kulisse und Atmosphäre des Stadtparks, in einen Sieg um die Kaiserwürde um.

„Mehr geht eigentlich nicht!“ hatte der Hauptzugführer lautstark gedacht, als die neue Standarte geweiht und die neuen Kanonen der Bürgerartillerie beim Kaiserschießen von Kaplan Weidisch gesegnet wurden. Schließlich wurde ja nicht zu Unrecht stolz das Überschreiten der dreistelligen Mitgliederzahl verkündet und auch auf das neue Bild beim Marschieren hingewiesen!

„Hinter diesem Schneeschieber marschieren wir nicht mehr! Wir brauchen eine eigene Standarte!“, war die von Ulli Alberding ausgebrachte Zusammenfassung für das wieder erstarkte Chor für den Parademarsch am Schützenfestsonntag. Es wurde mit Hilfe einer einzigartigen Spendenbereitschaft (für welche sich der Zug an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bedankt) ein dem dritten Zug gerecht werdendes Symbol handwerklicher Kunst gefertigt, welche zum einen mit dem alten Rathaus das Einzugsgebiet und mit dem Fahnenträger auf der anderen Seite, die Tradition des dritten Zuges widerspiegelt.

„Die Spendenbereitschaft ist auch ein Zeichen erfolgreicher Vorstandsarbeit!“. Standen noch vor einigen Jahren dunkelste und tief hängende Wolken am Horizont, bestand der Zug (gefühlt) nur noch aus Fahnenträger und Vorstandsteilen, so ist er heute Heimat, Freund und Förderer der neu gegründeten (selbständigen) Bürgerartillerie, dessen Leiter Dr. Herbert Eckmeyer, das Böllern als Tradition wiederbeleben möchte. „Früher wurde zu verschiedenen Anlässen geböllert, sei es die Natur zu erwecken, bei Beerdigungen, zur Fronleichnamsprozession, zu Weihnachten, Sylvester, wenn der Bischoff oder ein hochrangiger Politiker zu Besuch in der Stadt war“.

Natürlich ist bei allen neuen Errungenschaften das Zugleben nicht zu kurz gekommen. Beim Zugadlerschießen konnte Ludger Koopmeiners sich den Adler, nebst etlicher Orden sichern und auch der traditionelle Herbstausflug wurde mit einem ausgezeichnetem Entenessen beim Waikiki in Cappeln gefeiert. „Die Ente war so gut, da haben sich sogar welche was in Eimern mit nach Hause genommen!“ berichtete der Vergnügungsausschuß und weist zugleich auf das Kohlessen am 29.01.2011 hin, „beim letzten mal, mussten wir um ein Haar erstmalig Absagen aussprechen“ und bittet bereits jetzt um frühzeitige Anmeldung.

„Wir haben sogar wieder eine Website auf welcher aktuelle Berichte, Fotos und Ankündigungen zu finden sind, bei Google sind wir beim Stichwort „dritter Zug“ oder „Bürgerartillerie“ sogar erster, auch ein 'Video vom Böllern' ist auf unserer neuen Internetpräsenz zu finden“ kommentiert der Zugführer die Schilderungen und meint besinnlich „Wer hätte das gedacht“ und gibt vergnüglich zu „mehr geht jetzt eigentlich nicht mehr!“ … das immer noch mehr geht, zeigte „Kaiser – Alfred“!

Weitere Informationen im Internet: http://www.dritter-zug.de oder http://www.buergerartillerie.de

 

Die Fahnenträger des Bürgerschützenvereins Cloppenburg beim Umzug in Vahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(v.l.n.r.) Der Schießmeister Martin Gerst, Hautpfahnenträger Jörg Ostermann, Fahnenträger Dr. Herbert Eckmeyer und Adjudant Jürgen Stör beim Festumzug des Schützenverein Vahren im July 2010

 

 

Die neue Standarte des 3 Zuges und die neue Kanone der Bürgerartillerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Standarte des 3 Zuges und die neue Kanone EOS (finanziert duch Herbert Eckmeyer, Ferdi Ostendorf, Manfred Steinkamp). Im Bild Dr. Heribert Eckmeyer.

 

 

Die neue Standarte des dritten Zuges

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Standarte des dritten Zuges nach der Weihe, kurz vor dem Abmarsch beim Kaiserschießen zum Vereinslokal. Im Bild (v.l.n.r) RA Dr. Jürgen Vormann (Standartenverantwortlicher), RA Robert Rausch und Yilmaz Mutlu.