Als 1992 unter der Führung des Hauptzugführers Klaus Ostendorf und (1993) des folgenden Hauptzugführers Wolfgang Hußmann der dritte Zug sich eines beispiellosen Zuwachses von neuen wie auch vor allem jungen Mitgliedern erfreuen konnte, wurden diese jungen Leute (in der Spitze ca. 25 Mitglieder im Altersbereich 18 bis 25) aufgrund auffallender Motivation im 'Bauzug' organisiert.

Der Bauzug hatte die Aufgabe u. a. die zu dem Zeitpunkt noch verwendete mechanische Feuerwehrleiter zu restaurieren und vor allem in einen gebrauchsfähigen Zustand zu bringen. Diese wurde u.a. dazu verwendet beim Adlerschießen den Adler zu lockern, aber auch um in der Innenstadt die Fahnen in der Langenstraße anzubringen. Die Aufgabe des Aufstellens der Schilder zum Schützenfest an den Straßen, das Schmücken der Langenstraße, die Organisation des Herbstausfluges und die Wartung der Leiter, oblag dem Bautrupp.

Der Herbstausflug wurde durch den Bauzug mit einer Attraktion bereichert. Bei einem Marsch durch Cloppenburg wurde mit einer etwas großen Zwille mit besonderer Munition (Kartoffeln) auf einen Adler geschossen welche ganz besonderen Behang hatte. Dies besondere Inszenierung ist auf Rüdigers Engagement zurück zu führen.

Der Bautrupp sorgte auch für das leibliche Wohl am Schützenfest für die Mitglieder des dritten Zuges und organisierte Schnittchen, baute einen Pavillion auf und sorgte sogar für einen grünen Teppich.

Der Bautrupp stand unter der Leitung von Rüdiger Baro und Jörg Ostermann und bildeten damit den neu geschaffenen erweiterten Vorstand.

In den ersten Jahren der Entstehung wurde dem Bautrupp für seine Verdienste im Wunsch der Königsehre zu treten jährlich ein kleiner Obulus für die Kasse gegeben, nicht zuletzt um eigene Aktivitäten zu fördern.

Was zunächst vielleicht bei manchen noch ein kalkulierbares Risiko zur Ehrenrettung war, entwickelte sich bei dem ein oder anderem dann über die Zeit zum Wunsch zu gegebenem Zeitpunkt gemeinsam tatsächlich die Königswürde anzutreten.

Auch wenn die früher im Verein (nicht Zug!) und von einigen sehr stark gelebte Tradition, welche mit dem Wesen der Jugend nicht Schritt halten konnte und auch berufliche Veränderungen (Studium etc), wie auch veränderten Interessenslagen der "Jugend" zu einem Rückgang der Mitgliederzahlen im Bautrupp führte, so wurde dies durch persönliches Engagement, vor allem von Rüdiger, wett gemacht und trug zu einem sehr schönem Vereins- bzw. Zugleben zwischen Jung und Alt bei.

Eine lange und schwere Krankheit führte zu einem viel zu frühem Tod von Rüdiger, noch bevor er seinen Wunsch König zu werden, in die Tat umsetzen konnte.

Im Gedenken an seinen Mut, seine Kraft im Kampf gegen seine Krankheit bzw. für das Leben, seinen Spaß am Schützenwesen und dem Wunsch König zu werden, übergab der Vater, Helmut Damann, die von ihm erbaute Armbrust dem dritten Zug.

Die Armbrust wird seit dem in "Dieters Bierstube" aufbewahrt und nun für das jährliche "Buschadlerschießen" verwendet.