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SchwachSuper 

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Angefangen hatte es am 31.12.2006, als Herbert Eckmeyer, Ute Jansen und Jörg Ostermann zusammen Sylvester bei einem Bekannten feierten. Die Feier lief unter dem Motto: "Was ich schon immer sein wollte!". Nachfolgende Fotos zeigen Herbert, Jörg und Ute. Was Herbert sein wollte, ist nicht mehr in Erinnerung, Jörg wollte Roberto Blanko sein und Ute Prüsseliese?

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Man kann sehr schön erkennen, das der Abend durchaus von verrückten Gedanken geprägt war :-)

Jedenfalls war Herbert erstaunt über die Menge an Feuerwerk welche Jörg Ostermann eingekauft hatte und so wurde in den Gesprächen nach dem Feuerwerk über das "Bumm" gesprochen und Herbert merkte an, dass es Böller geben würde, die so schön "r u m m s" machen könnten, dass nicht alle gekauften Knaller des Abends ausreichen würden, so einen Laut zu erzeugen. So war der erste Grundstein gelegt und alle drei hatten Feuer gefangen, es wurde in der folgenden Jahren viel darüber gesprochen und diskutiert, was schließlich in der Gründung der Gruppierung (2009, zunächst noch mit dem Namen Böllerschützen) und dann im Kauf der Kanone (2010) und nun im Kauf der Handböller mündete. Herbert hat wirklich erstaunliche, wie auch gute Arbeit im Aufbau der "Böllerei" geleistet. Der Leser möge bedenken, dass noch Ende 2006 das Tragen der Uniform für Herbert alles andere als oberste Priorität hatte, er allerdings kurze Zeit später Jörg Ostermann an der Fahne verstärkte und bereits fünf Jahre später im Hauptvortand des Bürgerschützenvereins als Schriftführer tätig wurde.

Hatte der Schwarzpulverkurs von Ute und Jörg spätestens bei der praktischen Übung dazu geführt den Funken entgültig überspringen zu lassen, war bereits bei der ersten Probe der Kanone ganz klar geworden, dass ein "sattes Rumms!" das Maß aller Dinge für einen späteren Kauf eines eigenen Handböllers ist und damit die üblichen Kaliber für die drei nicht in Frage kommen kann.

Um die Kosten möglichst in überschauberen Grenzen zu halten, wurde zunächst überlegt durch hiesige Zerspanungs- und Holzverarbeitungsbetriebe fertigen zu lassen und durch Beauftragung von mehreren gleichartigen Böllern eine weitere Kostenersparnis zu erzielen. Da wir wußten, dass der Veranstalter des Schwarzpulverkurses an welchem Jörg und Ute teilnahmen, einen Büchsenmacher beschäftigt und auch über notwendige Gerätschaft zur Herstellung einer kleineren Serie verfügt, kontaktierten wir diesen mit unserem Anliegen. Der spätere Böllerverkäufer erklärte, dass andere das viel besser könnten und dem Wunsch von Herbert und Jörg viel besser Rechnung getragen werden könnte, wenn diese bei einem spezialierten Hersteller angefragt werden würden. Die drei gaben zwecks Preiserhebung zwei 30er für Herbert und Jörg, einen 22er für Ute und zwei 18er für die Bürgerartillerie in Auftrag.

Als wir wenige Wochen später dann den Anruf erhielten, die Böller seien da, staunten wir nicht schlecht, hatten wir doch lediglich nach dem Preis gefragt und nichts bestellt. Vor Ort dann die von der Fa. Stangassinger gefertigten Wunderstücke:

Ute mit dem 22er Stangassinger Handboeller

Joerg mit einem 30er Stangassinger Handböller - Sonderanfertigung! 

Jeder Verkäufer sollte wissen was diese Gesichter bedeuten (oben Ute mit dem 6,3 kg schweren 22er und darunter Jörg mit dem 30er)


Fuenf Handböller und Ute

Von links nach rechts: 18er, 18er, 30er, 22er und ein 30er Handböller

 

Was nun folgte war ganz klar: Kurze Verhandlung - Die Böller sind gekauft! Noch ein Gruppenfoto ...

Gruppenfoto um die Stangassinger Handboeller

v. l. n. r.: Hr. Schmidt (Waffen Schmidt), Ute Jansen, Jörg Ostermann und Herbert Eckmeyer

 

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Jörg Ostermann mit seinem vor wenigen Minuten gekauften Stangassinger Handböller. 10,6 kg wiegt er ... der Handböller ;-)

 

Auf dem Rückweg, hielten wir an einem Rastplatz um eine kleine Pause zu machen. Als Jörg Ostermann dann von der nahe gelegenen Einaufsstelle zurückkehrte glaubte er kaum was er sah: Herbert und Ute bei einer Trockenübung. Da können es welche es ja so ganz und gar überhaupt nicht mehr abwarten:

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Nun war klar, wir müssen noch innerhalb der nächsten 48 Stunden die neue Errungenschaft ausgiebig testen. Zum ersten Test der privat gekauften Handböller luden wir noch den ein oder anderen Interessierten aus dem dritten Zug ein. Konnte hier vor dem ersten Test erst nur freundliches aber durchaus interessiertes Lächeln geerntet werden,

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Böllerinteressierte mit 18er Stangassinger - Handböller

 

... relativierte sich das dann doch schnell in den Wunsch einen Kurs besuchen zu wollen nachdem die ersten "Rumms" abgesetzt wurden. Zunächst startete Herbert mit seinem Handböller, Stangassinger, 30er Laufdurchmesser, zugelassen mit 40 Gramm Schwarzpulver und bis zu 15 Gramm Vorlage, 10,6 kg. schwer ... gleich ran mit fast 40 Gramm Böllerpulver ...

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Ein wenig Anspannung ist schon da ... ist der Sound wirklich SATT? Wie stark wird der Rückschlag sein ...

 

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... und einen Bruchteil eines Moments hat es genknallt. Man sieht sehr schön wie stark der Rückschlag doch ist!

 

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.. und im nächsten Moment kann Herbert sich nicht mehr so ganz auf Position halten ... und nur noch Rauch ;-)

 

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Hier probiert "Böller - Ute" die Handböller aus welche Gruppeneigentum werden sollen.

 

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Wow! Schöner Knall, schönes Feuer! Leider hatten wir noch keine Korken für Utes 22er aber natürlich wollte Ute sich den Spaß nicht nehmen lassen und einmal "Rumms" machen ...

 

Bei den nächsten beiden Fotos haben wir beide 30er einmal abgefeuert. Den einen mit 30 Gramm und den anderen mit maximaler Grammzahl Schwarzpulver:

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Hier Herbert direkt nach dem Abfeuern der 30 Gramm - Ladung ...

 

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und hier Alexander Gabbert direkt nach dem Abfeuern der maximalen Werte ...

 

vergrsserung

In der Ausschnittsvergrößerung sieht man deutlich wie der beachtliche Rückstoß Alexander Glücklich macht ;-)

 

Nachdem die Böller ausgiebig getestet wurden (in der Summe wurde über 1 kg Schwarzpulver verschossen), meldete sich gegen frühen Abend doch der Hunger und der Durst nach des Schützen liebste Kost. Wir hatten zum Grillen alles dabei und wollten beim Wirt des Schützenhaus reichlich frisch gezapftes Bier trinken. Die sich vor Ort ergebende Situation führte allerdings zum ausgeprägten Wunsch eine neue Lösung für unseren Abschluß des Tages suchen zu wollen und Herbert machte den Vorschlag zu seiner Hütte in den Wald zu fahren und dort dann den gemütlichen Teil zu verbringen.

 

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Wer Interesse am Böllern hat kann sich an einen aktiven Buergerartilleristen wenden, an den Leiter der Gruppe Herbert Eckmeyer oder uns z.B. Schützenfest ansprechen. Einige Fragen lassen sich sicherlich auch mit Hilfe der FAQ beantworten.