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Der Bürgerschützenverein Cloppenburg hat nun auch eine eigene Böllertruppe.

Im Vereinsheim, An den Ambührener Tannen 7, trafen sich interessierte Mitglieder zur Gründungsversammlung der „Böllerschützen“. Hauptmann Bernd Lübbe begrüßte in seiner Eröffnungsrede diese Bemühung, Vereinsleben und Erscheinungsbild des Vereins sowohl für die eigenen Mitglieder als auch für die Öffentlichkeit attraktiver zu gestalten. Auch wenn sich die Tradition des Böllerns und Salutschießens wohl bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen ließe, erfahre doch diese Tradition in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance.

Die zwölf Gründungsmitglieder der „Böllerschützen“ wählten in ihren ersten Vorstand den Vorsitzenden Dr. Herbert Eckmeyer, dessen Stellvertreter Karl-Heinz Märtens und den Kassenwart Manfred Skrodski. Der Hauptmann wünschte dem neuen Vorstand im Namen des Vereins viel Glück, nicht aber ohne die freundliche Ermahnung an den Kassenwart, das Geld nicht zu „verpulvern.“

In der Tat kommen auf die kleine Truppe in den nächsten Jahren große Aufgaben zu: „Zuerst einmal müssen die aktiven Mitglieder den sogenannten Böllerschein erwerben, ohne den“ - so Eckmeyer - „gar nichts geht“. Dann plane man, außer mit den Grundgeräten, wie Stand-, Hand- oder Schaftböller, auch mit ungewöhnlicheren Werkzeugen zu böllern, mit Musketen oder Harkebusen. Letztendlich stehe sogar der Erwerb einer Kanone im Raum. „Dieses alles ist sehr teuer und allein nicht zu stemmen!“ Deshalb haben die Böllerschützen auch ihre Heimat im III. Zug des BSV gefunden, der sie mit Rat und Tat unterstützen wird, so der Hauptzugführer des III. Zuges Werner Stadtsholte.

Dagegen ist das Böllern selbst eher preiswert. Das Pulver kostet nicht viel und die wenigen Korken zur Verdämmung auch nicht. Weiter lassen es die Versicherungsbedingungen auch nur zu, dass auf Veranstaltungen und Unternehmungen des Bürgerschützenvereins selbst geböllert wird. Eckmeyer: „Es ist danach also durchaus möglich, den Schützenkönig anlässlich des Schützenfestes nach durchzechter Nacht mit ein oder zwei Böllerschüssen zu wecken, so er das denn will. Auf meinem eigenen Geburtstag wäre das Böllern durch die Versicherung jedoch nicht abgedeckt.“

 

(vlnr) Dr. Herbert Eckmeyer (Vorsitzender Böllerschützen), Bernd Lübbe (Hauptmann Bürgerschützenverein), Werner Stadtsholte (Hauptzugführer 3. Zug)

Bild 1: Dr. Herbert Eckmeyer (Vorsitzender der Böllerschützen), Bernd Lübbe (Hauptmann Bürgerschützenverein), Werner Stadtsholte (Hauptzugführer dritter Zug)

 

Download der Pressemitteilung mit Bildern der Gründungsversammlung (4,5 MB)